Seit 1993 verleiht die DBU den Deutschen Umweltpreis
„Der Deutsche Umweltpreis soll eine Anerkennung für diejenigen sein, die mit außergewöhnlichem Einsatz den Schutz und Erhalt von Umwelt, Klima und Biodiversität voranbringen“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Wir freuen uns deshalb auf Vorschläge für geeignete Persönlichkeiten.“ Zum festen Kreis der seitens des DBU-Kuratoriums bestimmten mehr als 200 Vorschlagsberechtigten gehören neben Einzelpersonen wie etwa frühere Preisträgerinnen und Preisträger auch Institutionen – darunter Forschungs-, Umwelt- und Naturschutzeinrichtungen, Arbeitgeber- und Branchenverbände sowie Gewerkschaften, Kirchen und Medien. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Informationen zum vierstufigen Nominierungsverfahren finden sich unter https://www.dbu.de/umweltpreis/umweltpreisvorschlaege/. Seit 1993 würdigt die DBU mit dem Deutschen Umweltpreis hervorragende Leistungen und bahnbrechende Ideen für mehr Klima-, Arten-, Umwelt- und Ressourcenschutz. Nach Ablauf der Vorschlagsfrist prüft und bewertet zunächst die DBU-Geschäftsstelle alle Vorschläge unter Einbindung externer Gutachten. Im nächsten Schritt gehen die Empfehlungen an eine 16-köpfige hochkarätige Jury mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Aufbauend auf die Bewertung der Jury trifft schließlich das DBU-Kuratorium die finale Entscheidung.
Bonde: Für das gemeinsame Ziel Lösungen und Kompromisse
Dieses Jahr hat die DBU zwei Frauen mit dem Deutschen Umweltpreis bei einem Festakt in Lübeck ausgezeichnet: Klimaforscherin Prof. Dr. Friederike Otto und Holzbau-Unternehmerin Dipl.-Ing. Dagmar Fritz-Kramer. Überreicht wurde die Ehrung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. In seiner Festakt-Rede gratulierte das Staatsoberhaupt „aus ganzem Herzen“ den beiden Preisträgerinnen zu dieser „hoch angesehenen“ Auszeichnung. Der Bundespräsident rief zugleich dazu auf, Gewohnheiten und Lebensweisen noch in vielem zu ändern, „um der großen Herausforderung des Klimawandels gerecht zu werden“. Wie der Bundespräsident hat auch DBU-Generalsekretär Bonde einen dringenden Appell: „Wir leben in einer Zeit der Polykrisen. Umso wichtiger ist es, dass der Kampf gegen den Klimawandel und gegen die Bedrohung der Biodiversität weiter ganz oben auf der politischen Prioritätenliste bleibt.“ Die Weltklimakonferenz in Dubai habe einmal mehr bewiesen, „dass trotz nationaler Partikularinteressen der Erhalt der Umwelt in unser aller Interesse liegt. Für dieses gemeinsame Ziel brauchen wir Lösungen und Kompromisse.“
Nach dem Deutschen Umweltpreis folgten sogar Nobelpreise
Nach Bondes Worten haben die bisher mit dem Deutschen Umweltpreis Ausgezeichneten „stets aufs Neue in beeindruckender Weise gezeigt, was alles möglich ist, wenn man zusammen anpackt und Brücken baut“. Neben Friederike Otto und Dagmar Fritz-Kramer erhielten den Deutschen Umweltpreis der DBU in den Vorjahren unter anderem das Ingenieur-Duo Friedrich Mewis und Dirk Lehmann, der Biologe Dr. Christof Schenck sowie die Geschäftsführung der digitalisierten Blechwarenfabrik Limburg, Annika Roth und Hugo Trappmann (2020), der Inhaber der Firma Werner und Mertz mit der Wasch- und Reinigungsmittelmarke Frosch, Reinhard Schneider (2019), und die Meeresbiologin Prof. Dr. Antje Boetius (2018). Zuvor waren die Gründerin des ersten Ökostromanbieters Deutschlands, Ursula Sladek (2013), sowie die Klimawissenschaftler Prof. Dr. Mojib Latif, Prof. Dr. Johan Rockström (beide 2015) und Prof. Dr. Joachim Schellnhuber (2007) ausgezeichnet worden. Einige Träger des Deutschen Umweltpreises erhielten gar Nobelpreise: Zum einen bekam der mittlerweile verstorbene Ozonforscher Prof. Dr. Paul J. Crutzen (1994) den Nobelpreis für Chemie, und Klimaforscher Prof. Dr. Klaus Hasselmann (1998) wurde im Dezember 2021 von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit dem Physik-Nobelpreis für seine Klimamodellierungen gewürdigt.
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