Polio (Poliomyelitis) oder Kinderlähmung, wie die Erkrankung auch fälschlicherweise genannt wird, weil auch Erwachsene schwer betroffen sein können, war bis zur Einführung der Impfung, die in Deutschland ab 1962 für alle verfügbar war, eine gefürchtete Erkrankung, die Todesopfer und bleibend Gelähmte forderte. Anfang der 1950er Jahre gab es regelrechte Epidemien in der westlichen Welt mit Tausenden betroffenen. Weltweit waren Millionen von Fällen jedes Jahr zu verzeichnen. Noch heute erkranken Menschen an Polio, die Impfung hat aber eine dramatische Abnahme der Erkrankungen bewirkt.
„Als Arzt in Europa wird man mit der Polioerkrankung heute nicht mehr konfrontiert, auch wenn ein Einschleppen immer noch möglich ist. In meiner Zeit 1988 in Westafrika habe ich noch Polioerkrankte gesehen, vor allem junge Menschen, die nach einer Polioerkrankung mit bleibenden Lähmungen als Bettler auf dem Dorfplatz ihr Dasein fristen. Auch mein Vater, der in der 1940er Jahren – also vor der Möglichkeit zur Impfung – die Erkrankung zwar ohne Atemlähmungen, jedoch mit bleibenden Lähmungen eines Beins überstanden hat, ist mir ein mahnendes Beispiel, die Erkrankung nie als unbedeutend oder vorzeitig als überwunden zu betrachten“. Prof. Dr. Andreas Holzinger, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche am Diak Klinikum in Schwäbisch Hall mahnt deshalb: „Die Impfung schützt und ist weltweit für alle notwendig und sinnvoll!“
„Der Welt-Polio-Tag findet am Geburtstag des amerikanischen Bakteriologen Jonas Salk statt, er hat den ersten wirksamen Impfstoff gegen Polio entwickelt. Das Auftreten von Polio konnte durch konsequentes Impfen um 99,9% reduziert werden,“ erinnert Prof. Dr. Michael Schroth, Chefarzt an der Cnopfschen Kinderklinik in Nürnberg: „Die Lehren, die wir daraus ziehen sollten sind, mit Impfungen schützen wir nicht nur unsere eigene Person, sondern wir tragen auch dazu bei Erkrankungen auszurotten, deshalb motiviere ich nicht nur heute gerne zur Auffrischungs-Impfung.“
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